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Orgeln in Gotha

Von Pachelbels Wirkungsstätte bis zur Schmid-Böhm-Orgel mit 49 Registern — Gothas Orgellandschaft ist reich an Geschichte und Klang.

Schuke-Orgel in der Margarethenkirche

Die Orgel der Margarethenkirche wurde 1961 von Alexander Schuke als Opus 313 erbaut — hinter einem historischen Gehäuse, das Johann Moritz Weise bereits 1632 errichtete. Das Instrument verfügt über 36 Register auf vier Manualwerken und Pedal, eine mechanische Spieltraktur, eine elektronische Registertraktur und eine Setzeranlage mit Heuss-Traktursystem.

An der Margarethenorgel wirkte von 1692 bis 1695 kein Geringerer als Johann Pachelbel als Stadtorganist. Er empfahl seinen Schüler Johann Christoph Bach als Nachfolger — auch wenn diese Berufung letztlich nicht zustande kam.

Schmid-Böhm-Orgel in der Augustinerkirche

Die Orgel der Augustinerkirche entstand 1993 durch Rudolf Böhm (Gotha) und Gerhard Schmid (Kaufbeuren) — hinter dem prachtvollen Gehäuse, das die Gebrüder Wedemann 1692 fertigten. Mit 49 Registern auf fünf Werken, 64-facher Setzeranlage und Crescendo-Walze verbindet sie mechanische Spieltraktur mit elektrischer Registertraktur.

Eine reiche Orgellandschaft

Die Superintendentur Gotha verfügt über mehr als 70 Orgeln, überwiegend von regionalen Meistern in der Tradition Thüringer Orgelbauer erbaut — darunter auch die teilrestaurierte Knauf-Orgel von 1848 in der St. Johanneskirche Uelleben.

Orgelkonzerte seit 1961

Seit 1961 finden an der neuen Margarethenorgel regelmäßige Orgelkonzerte statt — in den Sommermonaten alle drei Wochen, mit Gastorganisten und den Organisten des Hauses. In fünfzig Jahren erreichte die Reihe rund 80.000 Zuhörerinnen und Zuhörer. Oft treten die Orgeln dabei in den Dialog mit Streichern, Holz- und Blechbläsern oder Gesang.

Wo einst Pachelbel spielte, erklingen heute Konzerte für Tausende — Gothas Orgeln verbinden 400 Jahre Musikgeschichte.