Die jüngste Kirche der Stadt
Die Versöhnungskirche ist die jüngste Kirche der Gothaer Stadtkirchengemeinde. Sie wurde am 24. Februar 1985 unter Landesbischof Werner Leich im Rahmen des Programms „Kirchen für neue Städte“ geweiht — als einer der wenigen Kirchenneubauten in der damaligen DDR. 1986 folgte der Einbau und die Weihe der Orgel.
Ein Ort der Zeitgeschichte
Im Herbst 1989 tagten in der Versöhnungskirche das Bürgerkomitee und der Runde Tisch Gothas — die Kirche wurde zu einem Ort des demokratischen Aufbruchs. Nach der Dachsanierung entstand 1999 eine kleine Kapelle; seit 2003 ist die Kirche Station auf dem europäischen Pilgerweg nach Santiago de Compostela und beherbergt jährlich rund 200 bis 250 Pilgerinnen und Pilger.
Lebendige Gemeinde
Die Gemeinde im Gothaer Westen ist vielfältig aktiv: mit Kinderkirche, Seniorenkreisen, Konfirmandenarbeit, Krippenspielgruppen und Projektteams, die Gottesdienste gestalten. Auch der 1997 gegründete Hospizverein hat in den Räumen der Versöhnungskirche seine Heimat.
Vom Kirchenneubau in der DDR über den Runden Tisch 1989 bis zur Jakobsweg-Station — die Versöhnungskirche verbindet junge Geschichte mit gelebtem Glauben.