Ein Schatz aus zwei Jahrhunderten
Die Musikbibliothek der Kirchengemeinde wurde 1805 von Stadtkantor Johann Gottfried Schade gegründet. Sie bewahrt historische Musikhandschriften mit Werken bedeutender Komponisten — darunter Bach, Händel, Haydn, Beethoven und Mozart.
Zu den besonders wertvollen Beständen zählen eine Autografie des Passions-Oratoriums von Johann Ernst Bach sowie Händels „Messias" in der Instrumentierung Mozarts. Die Sammlung reicht bis ins Jahr 1868 und dokumentiert die musikalische Entwicklung vom Barock bis zur Romantik — mit Werken von Mendelssohn, Carl Maria von Weber und vielen anderen.
Nutzung
Die Bibliothek dient vor allem wissenschaftlichen Zwecken: Musikwissenschaftler, Promovierende und Heimatkundler forschen in den Beständen. Daneben existiert eine praktisch genutzte Chornotenbibliothek mit Beständen ab etwa 1880 — aus Kirchengesangvereinen und verschiedenen Kirchenchören —, die den Chören der Gemeinde bis heute zur Verfügung steht.
Besuch & Anfragen
Anfragen richten Sie bitte an das Stadtkirchenamt in der Jüdenstraße 27 — telefonisch, per E-Mail oder persönlich zu den Bürozeiten.
Von Schades Gründung 1805 bis heute: Die Musikbibliothek bewahrt, was Gothas Kirchenmusik groß gemacht hat.